Was hat anderen Menschen helfen - mit intelligenten Egoisten zu tun? coachingbrief von Anja Palitza&Olsf Hardtke

Dieser Beitrag zur GFK gilt auch für das großeartige Engagement der Deutschen den fliehenden Menschen gegenüber aus den Krisengebieten. Es bilden sich gerade viele kleine Teams, die in diesen aufwühlenden Zeiten helfen und etwas tun wollen. Dabei ist es wichtig, sich schnell und konret miteinander zu verständigen. Die GFK hilft uns dabei. Thema: Intelligente Egoisten Zitat: „Man kann sich nicht selbst helfen, wenn man nicht anderen hilft. Wir sind alle miteinander verbunden, und niemand kann nur sein eigenes Glück verwirklichen. Wenn wir Egoisten bleiben wollen, sollten wir wenigstens intelligente Egoisten sein: Helfen wir den anderen!“ (Dalai Lama) Beispiel: In einem Gespräch mit einem Freund landeten wir beim Thema Griechenland, seiner Heimat. Er erzählte, wie die letzten Nachrichten aus Griechenland und die Bilder von dort ihn belasten und aus dem Gleichgewicht gebracht haben. Er sagte: „Ich bin 4 Wochen wie außer mir durch den Alltag gegangen. Ich hatte immer wieder Tränen in den Augen und wenn ich mit jemanden darüber gesprochen hatte, konnte ich den Schmerz kaum mehr zurückhalten.“ Da der Schmerz nicht verging und er etwas tun wollte, hat er Menschen gesucht, denen es genauso geht. Die auch etwas beitragen wollen und aus diesem beginnenden Engagement, aus dem Ernstnehmen seiner Gefühle und Bedürfnisse ist ein Verein entstanden, in dem sich Menschen zusammengeschlossen habe und es gemeinsam geschafft haben, dass in Kürze ein erster 40-Tonner-LKW Hilfsgüter vor allem mit Medikamenten, Babynahrung und Windeln zu einer sozialen Stelle in Athen bringen wird. Bei seinem Engagement erlebt er eine Hilfsbereitschaft, die für ihn überwältigend groß ist aber auch die Schwierigkeiten, die in der Zusammenarbeit mit einem Team entstehen, das gemeinsam ein Projekt begleitet und koordiniert. Information: Margaret Mead sagte: „Unterschätze nie, was eine kleine Gruppe engagierter Menschen tun kann, um die Welt zu verändern. Nichts anderes hat sie je verändert.“ Um sozialen Wandel zu bewirken braucht es die Verbundenheit mit anderen Menschen, die eine ähnliche Vision teilen. Und auch Strukturen, die diese Zusammenarbeit produktiv machen. Es braucht ein Team von Menschen, die sich der Energie und Kraft bewusst sind, die sie einsetzen und die damit haushalten können. Gerade in den Zusammenkünften und Meetings braucht es eine Konzentration auf das Wesentliche. Endlose Gespräche oder Diskussionen lösen womöglich Frustrationen aus, rauben Kraft und schaden der Verbundenheit. Die Gewaltfreie Kommunikation kann helfen, Teamarbeit effektiver zu gestalten. Machen Sie sich Marshall Rosenbergs Rat bewusst, wann immer Sie die Aufmerksamkeit in der Gruppe zu einem Thema benötigen und etwas zum Ausdruck bringen wollen: Bleiben Sie unter 40 Wörtern. Benennen Sie kurz und prägnant worauf Sie sich beziehen (Beobachtung), teilen Sie wenn es Sinn macht Gefühl und Bedürfnis mit und schließen Sie immer mit einer klaren Bitte ab. Wenn Sie selber nicht wissen, was Sie von der Gruppe zurückbekommen wollen, schweigen Sie lieber. Eigene Gedanken oder den eigenen Schmerz zum Ausdruck zu bringen, ohne eine konkrete Bitte am Schluss auszusprechen, löst häufig eine Reihe unproduktiver Diskussionen aus. Und unterstützen Sie andere Teammitglieder darin, eine klare Bitte zu formulieren. Zum „Sofort-Üben“: Was bewegt Sie aktuell und wo wünschen Sie sich Veränderung? Wo könnten Sie sich vorstellen, einen Beitrag zu leisten? Was spricht dagegen dies noch diese Woche in Angriff zu nehmen? Wochenaufgabe: Überlegen Sie einmal, wenn Sie in Teams eingebunden sind, wie verlaufen da die Gespräche? Könnten die Gespräche produktiver werden, wenn Sie klare Bitten von den Sprechenden erhalten? Verbinden Sie sich beim nächsten Mal einmal still mit dem Bedürfnis des Sprechenden und bitten Sie ihn nach Abschluss seines Beitrages um seine Bitte an die Zuhörer, in dem Sie fragen: „Was genau können wir jetzt für Dich tun?“ oder „Was erwartest Du jetzt von uns, was wir tun können?“ Unterstützen Sie ihn bei der Konkretisierung. Viele kleine Teams sind derzeit am Entstehen und werden an diese Fragen stoßen, vielleicht hilft das allen weiter